Interview mit Zahnärztin Dr. Silvia Wehrle

10. März 2019

Frau Wehrle, Sie sind seit sechs Monaten in der Praxis von Dr. Piehl tätig. Da kennt man sich ja bereits ganz gut aus und muss nicht mehr alles suchen, oder? Wie ist es denn hier so?

Ja, es kommt nur noch ganz selten vor, dass ich etwas suche (lacht). Ich freue mich, dass das Team in der Praxis so offen und freundlich ist. Und dass allen Kolleginnen und Kollegen die großen und kleinen Probleme der Patienten sehr am Herzen liegen.

Sie haben 30 Jahre Berufserfahrung. Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf am besten?

Was mir an meinem Beruf am besten gefällt? Die Arbeit mit den Menschen und die Möglichkeit Menschen zu helfen! Und dabei gleichzeitig auch handwerklich ästhetisch arbeiten zu können.

Wann kam erstmals der Gedanke auf, Zahnärztin zu werden?

Bereits im Gymnasium dachte ich daran Zahnmedizin zu studieren; nach einem Praktikum in einer Zahnarztpraxis entschied ich mich dann tatsächlich auch dafür und begann direkt nach dem Abitur mit dem Studium in Berlin, setzte das Studium in Heidelberg fort, wo ich dieses dann mit dem Staatsexamen beendete.

Die Berufswelt spezialisiert sich ja immer mehr. Haben Sie denn auch einen Behandlungsschwerpunkt? Warum gerade dieser?

Mein Behandlungsschwerpunkt ist die Endodontie, also die Möglichkeit des Erhalts der eigenen Zähne bis ins Alter, aber auch das Einbinden von Naturheilkunde in den zahnärztlichen Alltag.

Stimmt es, dass Sie aus Neckarhausen kommen und meist mit dem Fahrrad in die Praxis fahren?

Ja, das stimmt. Nicht nur, dass ich mit dem Fahrradfahren etwas für meine Gesundheit tue. Man startet am Morgen oft mit den ersten Sonnenstrahlen und beim Nachhause fahren kann man den Arbeitstag Revue passieren lassen und somit sehr gut abschalten.

Sie wohnen seit über 25 Jahren in der Region. Wie würden Sie die "Friedrichsfelder" in zwei/drei Worten beschreiben?

Da fallen mir die Worte "geradeheraus", "direkt" und "freundlich" ein (lacht).

Haben Sie Hobbys, zu denen Sie uns etwas sagen wollen?

Ich mache recht viel Sport und anderem Tanzsport. Zum Abschalten nähe ich sehr gerne und kreiere dabei auch schon mal ein Ballkleid. Und ich engagiere mich - soweit es meine Zeit erlaubt - in der Kirchengemeinde.

Welche Ziele haben Sie sich beruflich kurzfristig oder mittelfristig gesteckt?

Es ist mir wichtig, ein vertrauensvolles und faires Verhältnis zu meinen Patienten und Patientinnen aufzubauen. Denn ich möchte bei zahntechnischen Problemen immer medizinisch sinnvolle, technisch gute und auch ästhetische ansehnliche Lösungen anbieten.

 

Interview mit Zahnärztin Liane Mark

dr.liane mark09. August 2018

Frau Mark, Sie sind seit Februar 2018 in der Praxis Dr. Piehl tätig. Was meinen Sie war das Ausschlaggebende, dass Sie diese Stelle bekommen haben?

Ich hatte nach ein paar wechselnden Arbeitsplätzen den Wunsch nach Beständigkeit und habe mich bei Dr. Piehl mit den Worten beworben 'Ich suche eine Stelle, bei der ich endlich länger bleiben kann', er dann: 'Prima, so jemanden suche ich schon lange'. - lacht - Ich denke, neben meiner fachlichen Qualifikation, war dies der entscheidende Satz.

Und was meinte Dr. Piehl, als das Ende der Probezeit bevorstand?

Er sagte, dass er bereits nach den ersten Tagen im Praxisalltag gemerkt habe, wieviel Glück er mit mir als neuer Kollegin habe und glücklich sei, dass ich die Zusammenarbeit fortsetzen wolle. Das hat mich natürlich außerordentlich gefreut! Es macht aber auch wirklich sehr viel Spaß, hier in Friedrichsfeld Patienten behandeln zu dürfen und dies auch noch in einem netten kollegialen Arbeitsklima.

Haben Sie Familie oder Hobbys, zu denen Sie uns etwas sagen wollen?

Pferde sind mir ganz besonders nah. Ich freu mich, dass auch meine Tochter so viel Freude an der Arbeit mit Pferden hat.

Wo liegen Ihre zahnfachärztlichen Behandlungsschwerpunkte in der Praxis?

Die Aufgabe eines Zahnarztes besteht nicht nur darin, Zähne zu füllen und Kronen zu präparieren. Der Zahnarzt kann deutlich mehr und muss meines Erachtens den Patienten auch ganzheitlich sehen. So können Rückenbeschwerden in direktem Zusammenhang mit dem Kiefergelenk stehen und Parodontitis mit Herzerkrankungen. Hierzu bilde ich mich auch fortwährend weiter.

Welche beruflichen Ziele haben Sie sich mittelfristig gesteckt?

Insbesondere möchte ich mein Tätigkeitsschwerpunkt Parodontitis in den kommenden Jahren fachlich ausbauen.

Sie haben mehr als 10 Jahre Berufserfahrung. Was gefällt Ihnen am meisten an Ihrem Job?

Dass ich generell Menschen helfen und die Angst vor einer Zahnbehandlung nehmen kann. Besonderen Spaß machen auch Kinder, die neugierig wissen wollen, was ein Zahnarzt denn so tut.

Dr Joern Piehl33 Jahre Praxis Dr. Piehl

27. April 2018. Kaum ist das letzte Jubiläum gefeiert, steht bereits wieder eines zur Würdigung an. Die Zahnarztpraxis Dr. Jörn Piehl in Friedrichsfeld wird am 8. Mai 2018 dreiunddreißig Jahre alt! Ein Interview mit Dr. Jörn Piehl:

Ihre Praxis feiert dieses Jahr ihr 33jähriges Bestehen. Ein Blick zurück – alles richtig gemacht?

Nach über 30 Jahren in diesem Beruf stellt man sich sicherlich diese Frage. Die Zeit ist irre schnell vergangen, kaum zu glauben. Und doch ist in den Jahren so vieles passiert. Natürlich lassen sich einzelne Fragen nicht so ohne weiteres beantworten, doch ein Team, welches teilweise schon seit vielen Jahren oder Jahrzehnten zusammenarbeitet, und Patienten, die gern immer wieder kommen, sprechen eigentlich für sich. Sicherlich, nichts bleibt immer wie es ist, und Veränderungen sind manchmal wichtig und unausweichlich. Und ob sich Entscheidungen als richtig erweisen, erfährt man immer erst im Nachhinein. Aber ich bin froh, dass sich sehr viele – ich würde fast sagen, fast die meisten - Entscheidungen als richtig erwiesen haben.

Sie haben immer gerne ihr Wissen weitergegeben. Und das schon an die Jüngsten.

Ja, das habe ich schon immer gerne gemacht, Wissen weitergeben und es nicht für sich zu behalten. Nicht nur die Weitergabe an Mitarbeiter und Kollegen, sondern auch an Patienten und an Kinder. Denn bei Kindern wird der Grundstein gelegt für das Wissen um Zahngesundheit und um die Wichtigkeit der Gesundheitsvorsorge. Seit über 30 Jahren besuche ich die ortsansässigen Kindergärten oder die Kinder kommen in Gruppen in meine Praxis. Diese Dreikäsehochs sind heute so alt wie ihre Eltern damals waren.

Wo liegen Ihre zahnfachärztlichen Behandlungsschwerpunkte in der Praxis?

Es ist unglaublich, wie oft im medizinischen Bereich mit dem Gießkannenprinzip gearbeitet wird. So möchte ich nicht arbeiten. Eine gute Diagnose und die daraus resultierende richtige Behandlung für den Einzelnen ist entscheidend. Der Patient sollte dabei auch immer ganzheitlich betrachtet werden. Was ich am besten kann, wurde ich einmal gefragt. Neben meinen Fachkenntnissen ist "die Furcht nehmen" vielleicht das eine und "gut eine Betäubungsspritze setzen" das andere. Letzteres sagt man mir nach; ich bin mir dessen nicht bewusst. Bei allem was ich tue, versuche ich authentisch zu bleiben und das Beste zu geben. Ich bin doch woanders auch mal Patient.

Aber ohne Unterstützung geht es nicht, oder?

Alleine ist das Patientenaufkommen schon lange nicht mehr zu bewältigen. Ich bin froh, dass ich viele helfende Hände habe. Meine Mitarbeiterinnen sind gut geschult und bilden sich immer wieder fort. Im Team wird viel gelacht, es herrscht eine gute Stimmung in der Praxis. Ab und an gibt es auch offene Worte zwischen allen, wenn es im Getriebe mal etwas knirscht, aber da wo Menschen zusammenarbeiten gehört das dazu. Wir haben immer tolle und engagierte Kolleginnen und Kollegen gehabt, die mit gearbeitet haben. Die Zahnärztinnen und Zahnärzte aus Heidelberg, die bei uns für durchschnittlich zwei Jahre arbeiten, sind alle hervorragend ausgebildet.

Was hat sich Ihrer Meinung nach in der Praxis, in Ihrer Arbeitsweise, bei den Patienten verändert?

In der Praxis sind die Behandlungsmethoden und Geräte auf dem neuesten Stand, das ist mir wichtig. Fortbildungen sind ein Muss und man kann sich damit spezialisieren. Denn in dem, was einem Spaß macht, ist man umso besser. Ich oder die Praxis, das kann ich manchmal nicht so unterscheiden, arbeiten sehr viel strukturierter als früher, behandeln die Patienten aber nach wie vor individuell. Ich fühle mich in der Arbeit und in Friedrichsfeld völlig angekommen und authentisch. Wenn ich mal durch die Straßen gehe, dann freue ich mich, Patienten zu sehen und einen kurzen Plausch zu halten, sofern es die Zeit erlaubt.

Wie sieht Dr. Piehl Dr. Piehl?

Wichtig für mich ist, dass ich meinen Humor nie verliere. Ich habe einen wunderbaren Beruf. Die Arbeit macht mir immer mehr Spaß, darüber bin ich wirklich sehr froh. Es hätte ja auch anders kommen können. Auf 90 % meiner Patienten in Friedrichsfeld freue ich mich nach wie vor und die meisten kommen - wie ich denke - gerne in meine Praxis. 'Ein Arzt hat das Klientel, das er verdient', so sagte mir ein hoch geschätzter Kollege vor über 20 Jahren. Das macht mich sehr stolz. Wie wahr das ist, weiß ich heute.

2018 01 Keine Angst vor Zahnlosigkeit WebKeine Angst vor
Zahnlosigkeit

07. Januar 2018. Wenn das Thema Implantate angesprochen wird, haben ältere Menschen oft Angst vor über Wochen dauernde Zahnlosigkeit, großen chirurgischen Eingriffen und dem Tragen von Totalprothesen. Aktueller denn je ist von daher bei der Implantologie die "fast & fixed"-Methode. Denn mit dem Konzept "Feste Zähne an einem Tag" können Patienten an nur einem Tag mit festem Zahnersatz ohne Gaumenplatte versorgt werden.

Das moderne Verfahren ermöglicht Zahnextraktion, Implantation und sofortiges Anbringen einer festen Brücke in einer einzigen Sitzung. Dr. Piehl erklärt: "Dieses Verfahren ist eine von vielen attraktiven Möglichkeiten, nicht auf funktionierende und ästhetisch schöne Zähne verzichten zu müssen. Eine individuelle Beratung steht jedoch immer am Anfang eines Lösungsweges". Vorteil der Methode ist sicherlich, dass der Patient nach der Behandlung sofort wieder essen kann und "dass die Heilung umso schneller voranschreitet, je schneller der Kiefer wieder belastet wird."

Eine intensive Zusammenarbeit von Chirurg bzw. Zahnarzt und Zahntechniker ist Voraussetzung, da in der kurzen Behandlungszeit Hand in Hand gearbeitet werden muss. "Wir sind froh, dass wir hier mit kompetenten Zahntechnikern zusammenarbeiten, die sich ebenso wie wir über zufriedene Kunden freuen", so Dr. Piehl.


Bild: proDente e.V.

2017 11 Symposium TeneriffaTheorie und Praxis beim Expertensymposium

04. Dezember 2017. "Manchmal haben zahnmedizinische Fortbildungen auch einen schönen Rahmen", freut sich Dr. Jörn Piehl, der kürzlich auf der Kanareninsel Teneriffa an einem mehrtägigen, internationalen Expertensymposium für regenerative Verfahren in der Zahnmedizin teilgenommen hat. Rund 40 namhafte Fachreferenten informierten über 200 teilnehmende Zahnärzte aus ganz Europa über die neuesten Entwicklungen in der Zahnmedizin. Eingeteilt in Gruppen setzten die Teilnehmer in verschiedenen Workshops das Gehörte zur Übung in die Tat um. Im Bild: Dr. Piehl im Praxisunterricht.

 

Neben aktuellen Antworten auf die Frage, wie nach einer Zahnextraktion ein möglicher Knochenschwund verhindert werden kann, ging es bei der Fortbildungsveranstaltung auch um die neue Piezo-Chirurgie, einem jungen Verfahren für die chirurgische Bearbeitung von Knochen. Vereinfacht ausgedrückt ersetzt hierbei ein Ultraschallgerät den chirurgischen Bohrer. Ebenso ist in der modernen Zahnheilkunde und Zahnchirurgie die digitale Technik ("Guided surgery") auf dem Vormarsch. Eine "digital geführte" Operation ermöglicht eine sehr genaue und sichere Positionierung des Implantats in den Knochen.

 

Das Symposium unter dem Titel "Weichgewebsmanagement – Technik und Indikation der Sinusbodenelevation" wurde in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der implantologisch tätigen Zahnärzte in Europa e.V. sowie der Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Plastische Gesichtschirurgie sowie der Poliklinik für Orale Chirurgie und Implantologie (Univ.-Prof. Dr. Dr. J. E. Zöller) der Uniklinik Köln durchgeführt.

Bild: Privat